Die Podiumsdiskussion zu Erektiler Dysfunktion bot einen offenen Austausch über ein Thema, das viele Männer betrifft, aber in der Gesellschaft oft mit Scham verbunden ist. Erektile Dysfunktion kann die Fähigkeit, eine Erektion für den Geschlechtsverkehr aufzubauen oder aufrechtzuerhalten, erheblich beeinträchtigen. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen sowohl physische als auch psychische Faktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Stress und Angstzustände. Neben medikamentösen Behandlungen wurden auch therapeutische Ansätze und Lebensstiländerungen thematisiert, die Betroffenen helfen können.
Diskussion zu Ursachen, Behandlungsoptionen und psychologischen Aspekten
Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Tabu rund um Erektile Dysfunktion durchbrochen. Ziel war es, fundierte Informationen zu vermitteln und das Bewusstsein für diese weitverbreitete, aber oft verschämte Problematik zu schärfen. Die Referent:innen betonten, dass das Thema trotz der hohen Betroffenenzahl meist unbesprochen bleibt – obwohl die Auswirkungen auf Lebensqualität und psychische Gesundheit erheblich sein können.
Im Kontext des Moduls „Reproduktion“ im Bachelorstudiengang Humanmedizin wurde das Thema gemeinsam mit Expert:innen aus Urologie, Psychologie, Physiotherapie und Männergesundheit beleuchtet. Die Diskussion bot einen Überblick über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und zeigte auf, wie die Lebensqualität betroffener Männer durch geeignete Massnahmen nachhaltig verbessert werden kann.
Termin und Ort
Die Veranstaltung fand am Freitag, den 15. November 2024, von 17:30 bis 18:30 Uhr im Paul-Scherrer-Hörsaal der ETH Zürich statt. Im Anschluss gab es einen Apéro für alle Teilnehmenden.
Expertenpanel und Moderation
Unter der Moderation von Dr. med. Sabine Goldhahn setzten sich die folgenden Fachleute und eine betroffene Person mit der Thematik auseinander:
• Dr. med. Tobias Simon Schmidli, Oberarzt, Klinik für Urologie, Universitätsspital Zürich
• Dr. phil. Stefanie Gonin-Spahni, Gesundheitspsychologin, Universität Bern
• Hannah Meier, Physiotherapeutin, Praxis Pelvicmotion
• Ein Betroffener, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit der Problematik gab
Zielgruppe und Resonanz
Die Veranstaltung richtete sich primär an Studierende der Humanmedizin, stand aber auch allen anderen Interessierten offen, die mehr über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Erektiler Dysfunktion erfahren wollten. Die rege Teilnahme und die offene Atmosphäre machten deutlich, wie gross der Informationsbedarf zu diesem Thema ist.